chly töifer …

On 14. April 2011, in Worcester, by zauggs

Die letzten Tage hatten wir mehrere Erlebnisse, die uns etwas tiefer in die Nöte dieses wunderschönen Landes Einblick gaben …

 

SCHWARZ UND WEISS

Das Apartheidsregime ist glücklicherweise seit ca. 20 Jahren Vergangenheit. Doch Wunden sind noch viele offen …! So haben wir z.Bsp. auf Besuch bei einer holländischen Familie erfahren, wie weisse Rebberg-Besitzer immer noch auf den Schwarzen rumhacken, diese aber aus Angst schweigen itunes title. Sogar der Vertrag enthält noch klar rassistische Aussagen… Während einem Base-Gottesdienst wurden wir aufgefordert, unsere Haltung gegenüber Andersfarbigen zu überdenken … behandle ich wirklich alle Mitmenschen mit Respekt? Oder lasse ich mich durch kulturell bedingte Andersartigkeit oder Schwächen zu Geringachtung verleiten?… Im Township haben einige Teenager-Mädchen über Dani gesprochen, der anders sei als die Weissen how can I download photos from icloud to iphone. Unsere Haare erhalten auch besondere Aufmerksamkeit… das Thema ist überall spürbar. In dieser Region hat es auch speziell viele “Colourds” (Mischlinge), die sehr unter Minderwertigkeit leiden. Sie gehören weder zu den Schwarzen noch zu den Weissen und die fehlende Identität prägt!

Auf eindrückliche Art und Weise wurden wir durch M.Lapsley mit dem Thema konfrontiert:

Aus Jelias Tagebuch:

7 wo kann ich kostenlos ein schreibprogramm herunterladen. April Community Night (Gemeinschaftsabend der Base, findet jeden Do. statt; Anm.d.Red.)

Wir haben coole Lieder gesungen. Ein Mann erzählte, wie er seine Hände verloren hatte. Die Geschichte ist leider viel, viel zu lange. Wir erzählen euch jetzt nur etwas Kleines davon. Der Mann hatte nur noch two (das heisst auf Englisch: zwei) Haken als Hände”

Nelson Mandela Foundation Conversations KhayelitshaSeparate Eingänge für Weisse und Schwarze download audiobooks for free librivox. Schilder auf den Park-Bänkli “Whites only”. Zwangsumsiedlungen für Schwarze, weil die Weissen gewisse Baupläne haben. Restaurant “for Whites only” …  Micheal Lapsly hatte seinen Mund gegen das Apartheid-Regime aufgetan. Als “gefährlich” eingestuft wurde der ehemalige Priester auf die “schwarze Liste” gesetzt und er musste ins Nachbarland fliehen. Ein Bomben-Päckli hat ihm dann beide Hände und ein Auge gekostet herunterladen.

Ich habe schon gestaunt, wie er mit den beiden Greif-Haken – anstelle der Hände – das Mik gehalten oder die “Hand” in die Hosentasche gesteckt hat. Ruhig und bestimmt hat er uns erzählt, was ihm geschah und was heute seine Botschaft ist: So oft werden Opfer zu Tätern, wenn wir in einer Opferhaltung bleiben, schaden wir andern herunterladen. So ruft er heute dazu auf, nach Heilung zu suchen, Vergebung zu leben, wie Jesus uns dies vorgelebt und gelehrt hat.

 

ARMUT

Kürzlich hatte ich ein längeres Gespräch mit einer Lehrerin auf einer Farm-Schule (Unterstufe). Hier ein paar Einblicke, die erklären, warum ich wieder mal mit den Tränen kämpfte und eine deprimierende Ohnmacht in mir aufstieg, und warum diese Kinder hier nicht gerne Ferien haben:

School Goudini SPA 073Die Eltern unserer Schüler sind alle Bauern – sie arbeiten in den Rebbergen why can't I download spotify. In dieser Saison (Erntezeit) sind viele Eltern damit beschäftigt, ihren eigenen Wein herzustellen. Oft kommen die Kinder am Montag sehr hungrig in die Schule, weil die Eltern zu betrunken waren, um sie mit Essen zu versorgen. Oder sie kommen gar nicht, weil die Mutter die Kleider nicht gewaschen hat. Manche haben Schlag- oder Brandflecken auf ihrem Körper. Viele Familien leben in einem Raum, die Kinder erleben alles mit und können nirgendwo hinfliehen adobe illustratoren gratis.

Jeden Montag wird in den Schulen Essen für eine ganze Woche gebracht (von der Regierung organisiert), eine Mutter kocht dann jeden Tag ein Menu, welches in der 10-Uhr-Pause verteilt wird. Für viele das einzige Essen am Tag. An Weekends und während den Ferien…?!?

Der Schulweg beträgt für viele Kinder bis zu 5 km, am Nachmittag sind sie alleine zu Hause, weil die Eltern arbeiten von orf thek downloaden. Wenn sie gerade Arbeit haben! “

Die Lehrerin hat nicht viel Hoffnung, dass die heutigen Kinder ihr Leben mal anders gestalten werden…

HOFFNUNG BRINGEN …

Tags darauf erwachte ich mit einer richtigen “Mudder-Stimmung”. Bringt das überhoupt öppis, dä Tropfe ufe heiss Stei? Stresse mer die Arme nid meh, we myr “Riiche” uftouche?!” Diverse Begegnungen haben mich deprimiert herunterladen.

Etwas später schlage ich meine Bibel auf. Den ersten Vers, den ich lese, lautet:

“Da Gott uns diese Aufgabe anvertraut hat, verlieren wir nicht den Mut.” (Bibel; 2.Korinther 4.1)

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School Outreach 116School Goudini SPA 056

Viele Teams von YWAM und andern Werken und Kirchen sind täglich unterwegs, den Kindern Südafrikas etwas Liebe, besondere Aufmerksamkeit und Hoffnung zu bringen … es gibt mehr … und die Weihnachtsgeschichte, wo Gott selber in einem ärmlichen Stall zur Welt kam, bekommt plötzlich ein anderes Gewicht! Ich erkenne immer mehr, dass es nicht das Geld allein ist, das fehlt, sondern die Sicht, etwas aus seinem Leben zu machen und nicht zu resignieren… Hoffnung zu haben für mehr …  an Grösseres zu glauben… und das schafft man nicht allein!“ So sind wir dankbar, können wir auch zu einem “Tröpfli auf den heissen Stein” beitragen und einigen Kindern und Lehrkräften Mut machen!

Der Umgang mit Geld ist auch bei YWAM immer wieder ein Thema. Auf der Base hat es auch Leute, die im Township aufgewachsen sind. Es leben hier Leute aus aller Welt zusammen, stets sind mindestens 30 Nationen vertreten. So hat es stets welche, die können sich nicht leisten, eine neue Zahnbürste zu kaufen, und andere wie wir, die sich gar keine Gedanken darüber zu machen brauchen. Kürzlich wurde dies in einem Base-Meeting thematisiert (sehr wohltuend, die hier gelebte Transparenz!) und verschiedene direkt betroffene Leute haben ihre Gedanken geteilt. Die anschliessende Kollekte hatte dann zwei Teile: Zuerst konnte man etwas in die Körbe reinlegen, in der zweiten Runde durften alle Bedürftigen etwas rausnehmen!

Es gehört auch zum Alltag dazu, dass z.Bsp. die  Brasilianerin Waffeln verkauft, um ihr Geld für den Flug zu verdienen. Die Simbabwerin lädt ein, sich das Frühstück ans Bett bringen zu lassen, um so zu Geld zu kommen… da unterstützen wir noch so gerne!

Wir haben uns noch nie so reich gefühlt! Wir sind so privilegiert und können nichts dafür! Aber wenn wir erzählen, welche Probleme in unserem Land herrschen und wie kein Geld die wirkliche Leere in uns füllen kann, wird auch gestaunt… wir erleben es jedoch als grosse Herausforderung, mit unserem Reichtum verantwortlich umzugehen! Und sind sehr dankbar für die Lektionen, die wir hier lernen dürfen!

karin

 

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